CTEM

Continuous Threat Exposure Management (CTEM) als Managed Service

Continuous Threat Exposure Management (CTEM) ist ein von Gartner beschriebener, fortlaufender Prozess, der prüft, welche Schwachstellen und Angriffspfade in Ihrem Unternehmen tatsächlich ausnutzbar sind. Axians betreibt CTEM als Managed Service: Offensive-Security-Experten validieren Ihre externe Angriffsfläche und interne Angriffspfade und priorisieren Maßnahmen nach Geschäftsrisiko.

Von Schwachstellen zu realen Angriffspfaden. Relevante Risiken priorisieren. Sicherheit kontinuierlich verbessern.

Die meisten Unternehmen wissen heute, welche Schwachstellen sie haben. Die wenigsten wissen jedoch, welche davon tatsächlich zu einem erfolgreichen Cyberangriff führen können und welche Maßnahmen den größten Sicherheitsgewinn bringen.

Continuous Threat Exposure Management (CTEM) schafft genau diese Transparenz: Es identifiziert, validiert und priorisiert die Angriffswege, die für Ihr Unternehmen wirklich relevant sind. Als Managed Service verbindet Axians dabei kontinuierliche Datenerhebung mit bedrohungsbasierten Pentests und realitätsnaher Validierung. So priorisieren Sie die Risiken, die tatsächlich ausnutzbar sind und relevante Geschäftsprozesse gefährden.CTEM ist damit eine Ergänzung zu Vulnerability Management und klassischen Pentests.

Warum reichen Vulnerability Management und Pentests allein nicht aus?

Schwachstellenflut

1

Zu viele Findings, zu viele Tools
Falsche Priorisierung durch fehlenden Business Kontext

Sinkende Time-to-Exploit

2

Automatisierung und AI verkürzen die Zeit zwischen Veröffentlichung und Angriff

Unsichtbare Angriffspfade

3

Identitäten, Abhängigkeiten und verbunde Systemen werden in Pentests einzelner Systeme häufig nicht berücksichtigt.

Punktuelle Prüfungen

4

Einmalige Pentests erzeugen Momentaufnahmen statt kontinuierlicher Sicherheitstransparenz.

Unklare Umsetzung

5

Offene Risiken, fehlende Zuständigkeiten/Koordination, fehlende KPIs, fehlende Retests bremsen die Risikoreduktion.

Die Anzahl veröffentlichter Schwachstellen steigt kontinuierlich. Laut Zero Day Clock wurden 2026 bis Ende September bereits 72.812 CVEs veröffentlicht (Stand: Oktober 2026). Gleichzeitig wird die Zeit zwischen der Veröffentlichung einer Schwachstelle und ihrer Ausnutzung durch Angreifer immer kürzer; eine Kennzahl, die zukünftig durch AI und deren Patch-to-Exploit-Fähigkeiten weiter sinken wird. Etwa 28% der nachweislich ausgenutzten Schwachstellen wurden im 1. Halbjahr 2026 bereits von Angreifern aktiv ausgenutzt, bevor die damit verbundene CVE veröffentlicht und damit bekannt wurde (Zero Day Clock, Stand: Oktober 2026). Moderne Angreifer interessieren sich dabei nicht für CVSS-Scores oder Compliance-Berichte. Sie suchen nach dem schnellsten Weg zu geschäftskritischen Systemen. Dabei führen selten einzelne Schwachstellen zum Erfolg. Angreifer kombinieren in der Praxis Schwachstellen zu Angriffspfaden, in denen kompromittierte Identitäten oft eine zentrale Rolle einnehmen.

Viele Unternehmen verfügen bereits über Vulnerability Management, Security Monitoring und regelmäßige Pentests. Trotzdem führen Red Team Assessments zu häufig zur Kompromittierung des gesamten Netzwerks. In über 90% unserer Red Team Assessments gelingt uns die Kompromittierung des Domain Admins. Denn entscheidende Fragen bleiben oft unbeantwortet:

  • Welche Schwachstellen sind von tatsächlich ausnutzbar?
  • Welche Angriffspfade führen zu unseren kritischen Systemen?
  • Würden wir einen echten Angriff erkennen?

Quelle: https://zerodayclock.com/, https://labs.cloudsecurityalliance.org/research/ai-exploit-before-patch-structural-defense-gap-v1-csa-styled/

Welche Risiken sind tatsächlich ausnutzbar?

Nicht jede Schwachstelle ist ein Risiko. Entscheidend sind die Angriffspfade, die zu geschäftskritischen Systemen führen.

Eine Schwachstelle allein stellt noch kein Geschäftsrisiko dar. Erst wenn sie Teil eines realistischen Angriffspfades auf ein kritisches Asset wird, entsteht eine konkrete Gefährdung für das Unternehmen, dessen Daten und Geschäftsprozesse. Genau auf diese Angriffspfade konzentriert sich CTEM.

Was ist Continuous Threat Exposure Management?

Continuous Threat Exposure Management (CTEM) ist ein 2022 von Gartner beschriebenes Framework mit fünf Phasen (Scoping, Discovery, Prioritization, Validation, Mobilization) zur kontinuierlichen Identifikation, Bewertung und Reduzierung von Cyberrisiken.

Anders als klassische Sicherheitsprogramme betrachtet CTEM nicht einzelne Schwachstellen isoliert, sondern analysiert die tatsächliche Angriffsfläche eines Unternehmens aus Sicht eines Angreifers. Ziel ist es, diejenigen Exposures zu identifizieren, die einen realen Angriff auf geschäftskritische Assets ermöglichen könnten.

CTEM ist kein Tool und kein autonomes Pentesting-Produkt. CTEM ist ein fortlaufender Prozess, der technische Risiken mit geschäftlicher Relevanz verbindet und Unternehmen dabei unterstützt, Sicherheitsmaßnahmen gezielt dort einzusetzen, wo sie die größte Wirkung erzielen.

CTEM Lifecycle

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess statt punktueller Sicherheitsprüfungen.

Scoping

Definition der geschäftskritischen Assets, Prozesse und Ziele. Welche Systeme sind für den Geschäftserfolg entscheidend? Welche Auswirkungen hätte ein erfolgreicher Angriff?

Discovery

Identifikation von Angriffsflächen, Schwachstellen und potenziellen Angriffspfaden.

Prioritization

Bewertung von Risiken anhand ihrer tatsächlichen Bedeutung für das Unternehmen.

Validation

Prüfung, ob Schwachstellen und Angriffspfade tatsächlich ausnutzbar sind und Sicherheitsmaßnahmen wirksam funktionieren.

Mobilization

Umsetzung der Gegenmaßnahmen: Zuständigkeiten klären, Maßnahmen koordinieren, Fortschritt und Retests nachverfolgen.

Vom Dienstleister zum strategischen Security Sparring Partner

Axians CTEM Service:

drei kombinierbare Bausteine

Ein erfolgreiches CTEM-Programm benötigt mehr als automatisierte Scans. CTEM ersetzt keine Pentests, sondern stellt sicher, dass Pentests zielgerichtet, kontinuierlich und bedrohungsbasiert zur Anwendung kommen, wo reale Bedrohungen und Angriffspfade existieren. Entscheidend ist dabei die Kombination aus kontinuierlicher Datenerhebung, realitätsnaher Validierung und erfahrenen Offensive-Security-Experten.

Der Axians CTEM-Ansatz umfasst drei kombinierbare Leistungsbereiche. Sie untersuchen die externe Angriffsfläche, interne Angriffspfade und die Fähigkeit Ihrer Organisation, reale Angriffe zu erkennen. Welche Bausteine erforderlich sind, richtet sich nach Ihrer Angriffsfläche, Ihren geschäftskritischen Systemen und den bereits vorhandenen Security Controls.

Axians CTEM Modell:

Reduzierung real ausnutzbarer Risiken.

Externe Angriffsfläche prüfen – Welche Bedrohungen existieren in unserer externen Angriffsfläche?

CEV kombiniert klassisches EASM (External Attack Surface Management) mit bedrohungsbasierten Pentests, um ausnutzbare und relevante Schwachstellen in der externen Angriffsfläche zu ermitteln. Das heißt: Keine reinen Compliance-Ergebnisse, sondern echte Bedrohungen.

  • Identifizierung von exponierten Assets (Schatten-IT)
  • Erkennung neuer Systeme und Bedrohungen
  • Kontinuierliche Schwachstellenscans
  • Identifikation der kritischen Assets
  • Identifikation relevanter Angriffsszenarien
  • Durchführung von Angriffsszenarien und bedrohungsbasierten Pentests
  • Risikobasierte Bewertung der Ergebnisse

Sie erhalten kontinuierlich Transparenz über die tatsächlich exponierte Angriffsfläche Ihres Unternehmens und die damit verbundenen tatsächlichen Bedrohungen.

Was Unternehmen mit CTEM gewinnen

Fokus auf reale Risiken

Security-Teams investieren ihre Zeit dort, wo die größte Risikoreduktion erreicht werden kann.

Geschwindigkeit

Neue Exposures und Bedrohungen frühzeitig erkennen und validieren.

Klarere Entscheidungen

Investitionen konzentrieren sich auf Risiken mit tatsächlicher Geschäftsauswirkung.

Prävention

Proaktiv auf Bedrohungen agieren statt auf Schwachstellen zu reagieren.

Für welche Unternehmen eignet sich CTEM?

CTEM eignet sich insbesondere für Organisationen, die:

  • bereits regelmäßige Pentests durchführen
  • tausende Schwachstellen priorisieren müssen
  • komplexe Hybrid- oder Cloud-Umgebungen betreiben
  • kritische Geschäftsprozesse absichern müssen
  • ihre Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich verbessern möchten
  • NIS2-pflichtig sind und die Wirksamkeit ihrer Sicherheitsmaßnahmen nachweisen müssen
  • als Finanzunternehmen DORA- bzw. TLPT-Anforderungen erfüllen müssen

Warum Axians?

Viele CTEM-Lösungen am Markt bestehen primär aus Softwareplattformen. Diese liefern Daten, Dashboards und Security Scores. 

Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch danach:

 

  • Welche Risiken sind wirklich relevant? 
  • Welche Angriffspfade müssen zuerst adressiert werden? 
  • Wie kann man die Bedrohungen konkret validieren? 
  • Welche Maßnahmen liefern die größte Risikoreduktion?

 

Daher ist unser Ansatz:

Managed Service

Offensive-Security-Expertise

Business-Kontext statt CVSS-Fokus

Kontinuierliche Begleitung statt Einzelprojekt

Management-taugliche Ergebnisse

Fester Ansprechpartner

CTEM Readiness Check
Wie bereit ist Ihr Unternehmen für CTEM?

Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wo Sie aktuell mit CTEM stehen und ob unser Service der Richtige ist. Gemeinsam identifizieren wir erste Handlungsfelder und zeigen auf, wie ein CTEM-Programm in Ihrer Organisation erfolgreich etabliert werden kann.

CTEM Readiness Check anfragen

Expertise & Vertrauen

  • Offensive Security und Pentesting durch spezialisierte Security-Experten
  • Erfahrung aus anspruchsvollen Enterprise-Umgebungen
  • Unterstützung regulierter Branchen wie Finanzwesen, Versicherungen und Defense
  • Erfahrung mit Threat-Led Assessments, Red Teaming und kontinuierlicher Sicherheitsvalidierung
  • Umsetzung auf Basis des von Gartner beschriebenen CTEM-Frameworks

Häufige Fragen zu CTEM

Was kostet ein CTEM-Service?

Unsere CTEM-Services sind modular und flexibel aufgebaut, sodass sie auf jedes Unternehmen zugeschnitten werden können. Die konkreten Kosten hängen von Faktoren wie Scope, Unternehmensgröße, Angriffsfläche, Anzahl kritischer Systeme und Anzahl der durchzuführenden szenariobasierten Pentests ab. CTEM wird typischerweise als kontinuierlicher Service mit individuell definiertem Scope umgesetzt. Ein erster Workshop ermöglicht die gemeinsame Definition einer sinnvollen Roadmap.

Einstiegspreise für kleinere Angriffsflächen: externe Prüfung (CEV) ab 12.000 € pro Jahr, interne Prüfung (CTV) ab 60.000 € pro Jahr.

Was unterscheidet einen CTEM-Dienstleister von einem CTEM-Tool?

Ein CTEM-Tool liefert Daten, Dashboards und Security Scores. Als Managed Service ordnet Axians die Ergebnisse ein, validiert Angriffspfade durch Pentests von Offensive-Security-Experten und priorisiert Maßnahmen nach Geschäftsrisiko (CVRR).

Was erhalte ich konkret?

Sie erhalten eine Darstellung der relevanten Angriffspfade, eine nach Geschäftsrisiko priorisierte Maßnahmenliste, management-taugliche Berichte, regelmäßige Reviews und Retests sowie einen festen Ansprechpartner.

Ersetzt CTEM klassisches Pentesting?

Nein. Pentests bleiben ein wichtiger Bestandteil moderner Sicherheitsprogramme. CTEM macht Pentests jedoch zielgerichteter, indem Tests auf Basis realer Risiken, Angriffspfade und Bedrohungsszenarien durchgeführt werden.

Wie unterscheidet sich CTEM von Vulnerability Management?

Vulnerability Management identifiziert bekannte, technische Schwachstellen in einzelnen Systemen. CTEM geht deutlich weiter und betrachtet zusätzlich Angriffspfade, Identitäten, externe Zugänge, Bedrohungen, Geschäftsrisiken und die tatsächliche Ausnutzbarkeit.

Wie unterscheidet sich CTEM von PtaaS (Pentest as a Service)?

CTEM umfasst die Identifikation, Priorisierung, Validierung und Reduzierung von Risiken. Pentests, Continuous Pentesting, Red Teaming oder Purple Teaming sind dabei mögliche Maßnahmen innerhalb der CTEM-Phase „Validation“.

PtaaS (Pentest as a Service) beschreibt grundsätzlich die kontinuierliche Durchführung und Verwaltung von Pentests über eine Plattform. Der Schwerpunkt liegt im Lebenszyklus eines spezifisches Pentest-Scopes (Test, Befunde, Retest). Die zentrale Frage lautet:“Wie können Pentests effizienter und regelmäßiger durchgeführt werden?“

Kurz gesagt: PtaaS betrachtet kontinuierlich und wiederholend denselben Testumfang. CTEM betrachtet über das gesamte Unternehmen hinweg relevante Bedrohungen und validiert diese kontuniuerlich.

Wie lange dauert die Einführung?

Mit der externen Angriffsfläche kann direkt gestartet werden und erste Ergebnisse liegen nach einer Woche vor, die gemeinsam analysiert, bewertet und in Folgeaktivitäten und Maßnahmen umgesetzt werden können.

Bei der Betrachtung der internen Angriffsfläche ist zunächst eine initiale Onboarding-Phase erforderlich, bevor die ersten Angriffsszenarien validiert werden können. Diese erfordert eine Business-Analyse, eine Übersicht der kritischen Systeme, deren Zugriffsmöglichkeiten, eine Bedrohungsanalyse und eine Visualisierung von theoretischen Angriffspfaden anhand der Auswertung von bestehenden Identitäten.

Die genaue Dauer hängt vom Umfang der betrachteten Systeme sowie dem gewählten CTEM-Service ab. Da CTEM als kontinuierlicher Prozess konzipiert ist, steht nicht ein Projektende, sondern die nachhaltige Verbesserung der Sicherheitslage im Fokus.

Für welche Unternehmensgröße lohnt sich CTEM?

CTEM besteht aus mehreren Komponenten, die die externe Angriffsfläche als auch die internen Angriffspfade umfassen. Die Betrachtung der externen Angriffsfläche ist für alle Unternehmensgrößen sinnvoll, insofern diese aus mehr als 5 IP-Adressen besteht.

Die interne Betrachtung im Rahmen von CTEM ist üblicherweise für Unternehmen ab einer Mitarbeiterzahl von 500 Mitarbeiter geeignet, die eine kontinuierliche Betrachtung über einzelne Pentests hinweg fokussieren.

Hilft CTEM bei NIS2 und DORA?

Sowohl NIS2, ISO27001 und DORA fordern von Unternehmen „Theat Identifikation, „Threat Management“ und „Threat Assessments“. CTEM ist ein Framework, um diese Punkte in der Praxis umzusetzen und nachweislich in messbare Maßnahmen zu führen.

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